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9.40 Uhr, Bochum-Wattenscheid |
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| Als wir gegen 14.30 Uhr den Villapark Langweer erreichen, werden wir wie immer freundlichst begrüßt. Doch aufgrund von Reinigungsarbeiten können wir den Bungalow erst nach einem Spaziergang durch den idyllischen Ort beziehen. |
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Samstag
23. August 2003: zum Anfang
Wie nicht anders zu erwarten, beginnen wir den Tag mit einem ausgedehnten Frühstück. Doch bereits bei den Vorbereitungen stellt die Stammcrew von amwindkurs.de erstaunt fest, daß diesmal doch abgesehen von der Crew etwas von den sonstigen Törns abweicht. Es beginnt mit einem Blick in den Kühlschrank - wir sehen nichts als Grünfutter in den verschiedensten Farben und Formen, nicht ein Getränk hat am Vorabend noch Platz gefunden. Und der Blick schweift weiter über Waffeleisen und ähnliches auf der Küchenzeile, bis hin zu Lockenwicklern, unter denen sich Melanie zu verstecken scheint. |
Dies alles führt letztendlich dazu, daß wir erst gegen 11 Uhr (fast schon Mittag) aus dem Hafen laufen. Nach kurzer Unentschlossenheit stehen auch die Crews des Tages fest. Stefan hat das Vergnügen mit den erfahrenen Seglerinnen Britta und Anja Vorlieb zu nehmen, während es Stephan und Torsten mit den Neulingen Melanie und Wim aufnehmen. |
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Der Wind meint es heute gut mit uns.
Er weht bei 24°C mit 4 Bft aus Südwest. Kurzerhand entschließen
wir uns den Janesloot und das Koevordermeer hinter uns zu lassen und kreuzen
nach Woudsend auf. Dort gibt es eine kleine Stärkung an der Fischbude.
Gegen 14.30 Uhr geht es dann mit langwierigen Kreuzschlägen den Woudsender
Rakken hoch, bis wir unser Tagesziel, das Heegermeer, erreichen. Dort
angekommen, macht uns das Wetter so viel Spaß, daß wir noch
bis nach Galamadammen segeln. Der Wind kommt immer noch aus Südwest.
Wir lassen uns also mit achterlichem Wind zurück in Richtung Heeg
treiben (oder doch eher surfen). Und auch dieser Abend endet vor dem Grill. |
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| Sonntag 24.
August 2003: zum Anfang Wie gehabt wird zunächst gemütlich gefrühstückt. Dann werden die Boote klariert und die Crews neu festgelegt. Heute segeln Anja, Stephan und Torsten ´Duckie`, während ´Kwek´ von Britta, Stefan, Wim und Melanie übernommen wird. |
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| Montag
25. August 2003: zum Anfang Nach dem stärkenden Frühstück begeben sich Wim und Stefan zur Rezeption des Villaparks. Die Burschen des Bootsverleihs machen gerade ihre Frühstückspause. Echt super, somit brauchen wir nur der netten Dame an der Rezeption unser Mißgeschick beichten. Doch falsch gedacht. Sie geht mit uns vor das Gebäude, erläutert kurz ihren pausierenden Kollegen auf holländisch, daß wir gestern eine Stakstange verloren hätten. Wie sich wahrscheinlich jeder Segler vorstellen kann, sorgten wir für große Belustigung. Man war nämlich der Meinung, daß das beliebte Hilfsmittel noch irgendwo im Schlick stecken würde und wir es einfach nicht mehr herausbekommen hätten. Na ja, Stefan und Wim wußten es besser, ließen das Gelächter über sich ergehen und kamen dann mit einer Ersatzstake zu uns Übrigen zurück. |
| Gegen 11 Uhr liefen wir dann bei super sonnigen 26 °C und einer leichten Brise (Bft 1 Nord) quer über den Langweerderwielen, hinein in den Stobberak. Dort schlichen Torsten und Anja mit ´Duckie´, sowie Stefan, Wim und Melanie mit ´Kwek´ durch das Wasser. Während ´Duckie´ unter Maschine die zwei Straßenbrücken passiert, läßt es sich Stean nicht nehmen ´Kwek´ lautlos unter den Brücken hindurchzupaddeln. Als auf dem Goingarijpsterpoelen immer noch kein Hauch die spiegelglatte Wasserfläche aufrauht, wird an Bord der ´Kwek´kurzerhand der Motor angezogen. Schnell die Vorleine von ´Duckie´ ergriffen und ab geht es Richtung Heerengat, der nördlichsten Passage zum Sneekermeer. |
| Hier angekommen, erwartet uns ein frischer Wind der Stärke 3 aus Nord. Somit geht es recht zügig den Sonnenschirmen entgegen, die uns aus Südwesten entegegenleuchten. Gegen 16.45 Uhr haben wir es dann geschafft. Die Außenborder knattern und bringen die Valken in den geschützten Hafen am Houkesloot. Dort werden die Boote direkt am Steg vor dem Restaurant aufgestoppt und die Mannschaften rüsten sich zum Landgang. |
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Im Verlaufe des Abends wird dann noch fleißig Seemannsgarn gesponnen, während wir den Tag mit Wein und Bier vor dem Grill ausklingen lassen. |
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Dienstag
26. August 2003: zum Anfang Somit segelte ´Duckie´ vor dem Wind (Bft 4) bei einem stark bewölkten Himmel zurück nach Langweer. Als wir um 13.30 Uhr an unserer Villa festmachen, sind die übrigen auch schon wieder hier. Stefan hat bereits einen kleinen Snack vorbereitet, während Wim und Melanie den Rest des Nachmittags einfach verschlafen. Nach der kleinen Pause lassen Stefan, Anja und Torsten die beiden müden Krieger zurück und fahren erneut mit ´Duckie´ hinaus. Ursprünglich wollten wir bei den abgeflauten Windverhältnissen nur eine kleine Runde drehen. Wir segeln also über den Langweerderwielen, hinein in den Fammensrakken. Dann sind wir auch schon wieder an den 3 Brücken vor dem Jentjemeer. Schnell Mastlegen, durchpaddeln und dann sofort wieder hoch mit dem Tuch. Weiter geht es nun hinaus auf den Langstaartenpoel. Da der Wind doch noch etwas auffrischt, beschließen wir doch noch einen Abstecher zum Sneekermeer zu machen. |
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Mittwoch
27. August 2003: zum Anfang Torsten und Anja sind der Meinung,
daß ´Kwek´zum Trockenlegen der Crew zurück zum
Bungalow gesegelt ist, da Wim und Melanie keine geeignete Regenkleidung
an Bord hatten. Somit segelt ´Duckie´ noch über das Koevordermeer,
um dann an der Kreuzung zum Kanal "Welle" auf die anderen zu
warten. Nach einiger Zeit erreicht Torsten eine Anfrage nach dem derzeitigen
Standort. Er antwortet Stefan nur kurz: "befinden uns am Abzweig
nach Woudsend und warten auf Euch". Nach einer weiteren Ewigkeit
meldet `Kwek´ am besagten Warteort eingetroffen zu sein, ´Duckie
´aber nicht ausmachen zu können. Wie sich herausstellt kreuzt
´Kwek´ auch vor dem Abzweig nach Woudsend, jedoch vom Slotermeer
aus. -Welch ein Mißverständnis. |
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Wim und Melanie wollten nach einem
weiteren Kakao in Woudsend direkt nach Langweer zurückkehren. Doch
zu unserem Erstaunen liegt ´Kwek´ noch nicht wieder im Hafen.
Nachdem wir etwas gegessen hatten, waren die zwei immer noch nicht zurück
und wir machten uns allmählich ernste Sorgen. Doch was sollten wir
machen? Das Seengebiet ist einfach zu groß, um eine Suche mit ´Duckie´
zu starten, außerdem war es draußen bei Neumond absolut dunkel
und wir hatten nur eine kleine Taschenlampe bei. Also überließen
wir Wim und Melanie der Nacht in der freien Natur. Den Abend ließen wir dann bei den Erlebnisberichten des Tages ausklingen. |
| Donnerstag
28. August 2003: zum Anfang Heute schaffen wir es sogar schon um 10.20 Uhr den vertrauten Hafen am Villapark zu verlassen. ´Kwek´ gehört heute Wim und Melanie alleine. Wir haben geplant Mittagspause im Pannekoekenhaus in Hindeloppen zu machen. Doch Windstärke 1 aus Westen machen uns bereits ab dem Heimathafen einen Strich durch die Rechnung. Dennoch kämpfen wir uns die altgewohnte Strecke über den Jeltesloot zum Heegermeer vorwärts. Wir treffen zu einem ungünstigen Zeitpunkt an der Brücke ein und müssen den Mast legen. Als auch ´Kwek anlegt, balanciert Anja von ´Duckie´ausgehend über den Poller und springt auf den Bug des Valken. Da schreit Melanie plötzlich auf. Sie stand mit einem Bein auf dem Balken und mit dem anderen auf dem Bug der Jolle, wobei sie die Vorleine noch in der Hand hielt. Durch den Impuls des Sprungs gelangte sie also über eine Grätsche direkt ins Wasser. Wir zogen sie mit vereinten Kräften aus dem Wasser und suchten alle trockenen Kleidungsstücke zusammen. Als Melanie wieder trocken war, rief uns der Brückenwärter aus Mitleid über Lautsprecher an, daß wir mit stehendem Mast durchfahren können, er ließe noch kurz die Brücke offen, obwohl unsere Fahrtrichtung nicht an der Reihe war. Wirklich eine freundliche Geste. |
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Somit wird es auch bei solchem Flautenwetter
nicht langweilig. Gegen 15 Uhr erreichen wir dann endlich das Heegermeer.
Das Tagesziel hatten wir schon lange aufgegeben und liefen somit zu einer
Pause in den Hafen von Heeg. Dort besichtigten wir kurz den Ort und kehrten
in ein kleines Cafe direkt am Wasser ein, wo wir dann doch noch zu unserem
Pannekoeken kamen. Zur späteren Stunde machen sich Stefan, Anja und Torsten auf den Weg in den Ort, wo sie den letzten Abend dieses Urlaubs in der urigen Hafenkneipe ausklingen lassen wollen. Und auf dem Heimweg gegen 2 Uhr nachts sind sie sich dann auch einig: es war echt ein gelungener und amüsanter Abend. |
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Freitag
29. August 2003: zum Anfang Per Handy erreicht uns noch Melanie.
Ihre Geldbörse befindet sich noch in Torstens Seesack. Somit läuft
´Duckie´ um 13 Uhr kurzerhand Garijp an, wo Melanie und Wim
an einer Segelschule auf uns warten, um die Börse entgegenzunehmen. Wir bergen die Segel und tuchen alles
ordentlich auf. Schnell noch die Segelpersenning angeschlagen, dann können
wir den Mast legen. Wir passieren ein letztes Mal die Brücken und
lassen den Buitenbordmotor über den ganzen Langweerderwielen noch
einmal seinen Dienst tun. Somit geht eine wunderschöne
Segelwoche viel zu schnell zu Ende. Der Bungalow und die Valken waren
mal wieder sehr gut, wobei uns ´Duckie´ besonders viel Freude
bereitet hat: neue Besegelung, super getrimmt , wie Stefan immer so schön
sagte: "Rentnerbank und Servolenkung". Also ein perfektes Boot. - ENDE - |