Zwiebelfischleins Steckbrief

Die Daten:

Typ:
Boots Nr.
Werft:
Baujahr:
Rumpffarbe:
Deck:
Länge:
Breite
Gewicht:
Verdrängung:
Segelfläche:

Schwertzugvogel
3417
Linnekuhl
1982
weiss / grau GFK
Mahagoni
5,80 m
1,88 m
230 Kg
0,250 T
Groß: 10.8 qm, Genua: 7,2 qm

Allgemeines:

Der Schwertzugvogel eine sichere, große und schnelle Zweimann-Jolle für Buten und Binnen.
Leicht zu trailern und zu slippen, in wenigen Minuten aufgeriggt und segelklar und auch mit gemischter Mannschaft sicher und erfolgreich zu segeln.
Für Regatta- und Tourensegeln gleich gut geeignet.

Der Schwertzugvogel unterscheidet vom Rumpf und Aufbau nicht von seinem Artgenossen, dem Kielzugvogel.

Ursprünglich als Wanderjolle gebaut, ist der Schwertzugvogel inzwischen ein durchkonstruiertes Regattaboot geworden.
Der reine Holzbau wurde von der GFK-Sandwichbauweise für Schale und Deck verdrängt. Nach wie vor gibt es aber immer noch die klassische Variante mit Holzdeck und Holzcockpit, oder eben wie unser Zwiebelfisch mit GFK-Rumpf und Holzdeck.

Durch einen wasserdichten Doppelboden, abgeschottetes Vorschiff und die großen Lenzkanäle vom Achterschott zum Spiegel besitzt der Zugvogel ein Selbstlenzendes Cockpit und sorgt so für Sicherheit bei einer Kenterung und schnelles Wiederaufrichten des Bootes.
Ein modernes Alu-Rigg an Deck bietet dem Regattasegler reichlich Trimm-Möglichkeiten mit einer Segelfläche von: Großsegel 10,8 m² - Genua 7,2 m².

 

Aktuell:

Seit dem 22. Juli 2004 hat der Zwiebelfisch ein neues Revier gefunden - den Baldeneysee in Essen.
Hier tummelt er sich mit vielen andern Booten und lässt viele dabei alt aussehen.

 

Was der Name Zwiebelfisch bedeutet:

Laut Lexikon ist der Zwiebelfisch zunächst mal tatsächlich ein Fisch,
Anglern besser bekannt als Ukelei, aus der Familie der Karpfenfische,
wissenschaftliche Bezeichnung Alburnus alburnus. Er gilt als "geselliger
Oberflächenfisch" und ist in stehenden und nicht zu stark strömenden
Gewässern nördlich der Alpen zu finden. Derartige Eigenschaften (gesellig,
oberflächlich, strömungsscheu) lassen ihn nur bedingt als Paten für eine
Kolumne geeignet erscheinen, die sich anschickt, in die Tiefen der deutschen
Sprachniederungen hinabzutauchen.

Doch das Wort hat noch eine zweite Bedeutung: Im Buch- und Zeitungsdruck
bezeichnet "Zwiebelfisch" einen Buchstaben innerhalb eines Wortes, der
(versehentlich) in einer falschen Schriftart gesetzt wurde. Irgendjemand
hatte mal die Assoziation, dass ein Haufen durcheinander geratener
Schrifttypen wie ein Schwarm Zwiebelfische aussehe. Da die Setzersprache
bildhafte Ausdrücke sehr schätzt (man denke an "Hurenkind" und
"Schusterjunge"), hat sich der "Zwiebelfisch" als Bezeichnung für falsch
gesetzte Lettern etabliert. Und da diese Kolumne es sich zur Aufgabe gemacht
hat, "falsch gesetzte" Wörter in deutschen Texten aufzuspießen, also
"Zwiebelfische" im übertragenen Sinn, schwamm ihr der Name buchstäblich zu.

Die Idee, den Begriff "Zwiebelfisch" aus der Buchdruckersprache auf einen
weiter gefassten sprachlichen Kontext zu übertragen, ist allerdings nicht
ganz neu. Bereits 1910 gründete Franz Blei eine bibliophile Zeitschrift für
Literatur und Kunst dieses Namens, die von 1911 an im Münchner
Hyperion-Verlag von Hans von Weber und dessen Sohn fortgeführt wurde, bis
ihr Erscheinen 1934 eingestellt wurde. Nach dem Krieg lebte die Zeitschrift
kurzzeitig wieder auf, und zwar von 1946 bis 1948.

Heute ziert der Name "Zwiebelfisch" einen kleinen Buchverlag in Berlin, ein
Magazin für Gestaltung von der Freien Hochschule für Grafik-Design in
Freiburg, eine seit über 30 Jahren bestehende Kneipe in Berlin
Charlottenburg sowie etliche Kochrezepte, in denen Fischfilet und jede Menge
Gemüsezwiebeln eine Rolle spielen.

(Von Bastian Sick )

 

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